Lise Gujer. Eine neue Art zu malen
Brücke-Museum · 7. Dezember 2024 bis 16. März 2025 · Assistenzkuratorin und Projektkoordination
Lise Gujer (1893–1967) malte mit dem Webstuhl. 1922 lernte sie in Davos Ernst Ludwig Kirchner kennen und webte nach seinen Entwürfen großformatige Bildteppiche, die ihn als „neue Art zu malen“ begeisterten. Anfang der 1950er-Jahre, lange nach Kirchners Tod 1938, nahm sie das Weben wieder auf, löste sich zunehmend von seinen Vorzeichnungen und schuf neue Fassungen früherer Motive. Die Ausstellung, die erste zu ihrem Werk seit über zwanzig Jahren, stellte Gujers Autorinnenschaft in den Mittelpunkt und würdigte ihren Platz im Expressionismus. Zu sehen waren mehr als zwanzig Bildteppiche, von der Bergwelt mit Tieren und Menschen bis zum Tanz, dazu zahlreiche Vorzeichnungen Kirchners zum Vergleich.
Luna Weis war Assistenzkuratorin und Projektkoordinatorin der Ausstellung, die in enger Kooperation mit dem Bündner Kunstmuseum Chur entstand. Sie betreute die internationalen Leihgaben und die experimentelle Webstation der Gruppe traces im Vermittlungsraum, an der Besucher:innen selbst weben konnten. Im Museumsjournal stellte sie die Künstlerin im Beitrag „Eng verwoben in Davos“ vor.
Alle Projekte · Nächstes Projekt: JUNGE AKADEMIE